Perfekte Pizza zuhause: die wichtigsten Tipps
Mit ein paar Kniffen wird die Heimpizza fast wie beim Italiener.
Perfekte Pizza zuhause braucht keinen Holzofen, aber ein paar Grundregeln. Die meisten Probleme mit der Heimpizza, ein blasser Boden oder ein matschiger Belag, lassen sich mit Hitze, Zeit und Zurückhaltung lösen. Hier sind die wichtigsten Tipps.
Hohe Hitze
Pizza will es heiß. Ein Holzofen in einer Pizzeria erreicht Temperaturen, die ein Haushaltsofen nicht schafft. Deshalb ist es so wichtig, das Maximum herauszuholen: den Ofen auf die höchste Stufe stellen, je nach Gerät häufig 250 bis 300 °C, und lange genug vorheizen.
Ein Pizzastein oder Pizzastahl speichert die Hitze und gibt sie direkt an den Boden ab. Er sollte mindestens eine halbe Stunde, besser länger mit aufheizen. Ohne Stein hilft ein umgedrehtes Backblech, das mit vorgeheizt wird. So wird der Boden knusprig statt weich.
Teig mit Zeit
Ein guter Pizzateig braucht weniger Hefe und mehr Zeit. Wenn der Teig lange und kühl reifen darf, zum Beispiel über Nacht im Kühlschrank, entwickelt er mehr Aroma und wird bekömmlicher. Im Rezept für die Pizza Napoletana reifen die Teiglinge 12 bis 24 Stunden kühl.
Vor dem Backen sollte der Teig wieder Raumtemperatur annehmen. Zieh ihn mit den Händen aus, statt ihn mit dem Nudelholz zu rollen. So bleibt die Luft im Rand, der im Ofen schön aufgeht.
Beim Mehl ist Tipo 00 der Klassiker für neapolitanische Pizza. Es ist sehr fein gemahlen und ergibt einen elastischen Teig. Ein gutes Weizenmehl Type 550 funktioniert für den Anfang aber ebenfalls. Wichtiger als das perfekte Mehl ist, dass du dem Teig Ruhe gibst und ihn nicht zu trocken anlegst.
Weniger ist mehr
Der häufigste Fehler ist zu viel Belag. Zu viel Sauce und zu viel Käse machen den Boden nass, bevor er durchgebacken ist. Eine dünne Schicht Tomate reicht. Mozzarella gibt viel Wasser ab, deshalb lohnt es sich, ihn vorher gut abtropfen zu lassen oder in Stücke zu zupfen und kurz auf Küchenpapier zu legen.
Bei der Pizza Quattro Formaggi gilt das besonders: Vier Käsesorten sind schnell zu viel. Lieber kleinere Mengen verteilen und dem Ofen Zeit lassen.
Schiebe die Pizza möglichst weit nach oben in den Ofen, wenn dein Gerät eine Grillfunktion hat. Manche schalten in den letzten Minuten den Grill zu, damit der Belag von oben Farbe bekommt, während der Stein den Boden von unten backt.
Der letzte Tropfen
Viele vergessen den Schritt nach dem Ofen. In Italien kommt oft noch ein Faden Öl über die fertige Pizza, manchmal frisches Basilikum oder etwas Chili. Das Öl bringt Glanz und Aroma, das in der Hitze des Ofens sonst verloren gehen würde.
So machst du es
- Ofen und Stein auf höchster Stufe lange vorheizen.
- Den Teig über Nacht im Kühlschrank reifen lassen.
- Mit den Händen ausziehen, den Rand nicht flach drücken.
- Sparsam belegen und Mozzarella abtropfen lassen.
- Nach dem Backen mit einem Faden Öl beträufeln.
Für diesen letzten Schritt passt MioOlio Chiliöl, wenn du etwas Schärfe magst, zum Beispiel auf einer Diavola oder Quattro Formaggi. Wer es milder möchte, nimmt das Knoblauchöl. Mit der Squeeze-Flasche lässt sich die Menge gut dosieren, sodass die Pizza gewürzt, aber nicht ölig wird.
Passende Rezepte
Knoblauchöl Pizza Napoletana
Der Klassiker aus Neapel
Chiliöl Pizza Quattro Formaggi
Vier Käse, ein Tropfen Schärfe
Das passende Öl
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